Abenteuer Neuseeland

 
02April
2014

Erst das Eis, dann der Strand!

Hallo da draussen. Hat mal wieder länger gedauert. Macht aber nix. Jetzt gehts ja weiter ;)

Wir erinnern uns: der zuletzt erwähnte Ort war Wanaka. Von dort aus ging es nun also weiter in Richtung Fox Glacier an der Westcoast, durch fantastischen Regenwald, Wiesen und das beste: kaum Menschen. Nur wenige Häuser, sonst alles sehr unberührt. Angekommen in Fox Glacier wird es dann schon wieder etwas surrealer. Man kommt durch den Regenwald auf einen Kiesweg und läuft über ein paar Steinchen dann zum Gletscher. Und da liegt er dann, breit im Tal. Im Vergleich zu der größe von den Gletschern in Norwegen sind diese hier jetzt nicht so spektakulär, was das besondere hier ist, ist die Tatsache, dass der Fox und der Franz Josef Gletscher quasi im Regenwald liegen. Bäm! Leider schmelzen die beiden Kandidaten recht schnell davon, weshalb ich froh bin dass ich noch ein bisschen Eis gesehen hab. Wer weiss wie es in drei Jahren oder so aussieht. Beim Fox hat das DOC sogar einen neuen Aussichtspunkt begehbar gemacht damit die Touris auch wieder was sehen vom Eis.

 Blue Pools vor Haast Obacht! Gletscherwelle! Da liegt er der Fox Das war mal voller Eis Lake Matheson - eig sollte sich das Gebirge hier spiegeln...naja

Auf die unglaubliche Kälte am Fox Glacier (20°C) musste ich mich dann erstmal in Hokitika am Strand bei bestem Wetter erholen (25°C). Schon viel besser!

Blauer Fluss vor Hokitika Na wer kanns lesen? KAtze auf dem Pfahl Sonnenuntergang!

Auf dem Weg nach Nelson kommt man auch an den Punakaiki oder Pancake Rocks vorbei. Eine Kalksteinformation in die sich das Meer immer weiter reinarbeitet. Bei Flut wandelt sich das geplätscher in ein wahrliches Spektakel. Wellen klatschen gegen Löcher im Fels, Wasserdampf wird durch Kamine im Stein nach oben gedrückt und kommt schwallartig oben raus. Überall rumst und knallt es, wahnsinn. Und die Steine an sich sind auch toll: sehen eben aus wie Pfannkuchen, daher der Name (Pancake). 

Begrüßungskomittee am Pancake Parkplatz - Gib mir was zu Essen! Pancakes hier sieht man den Dampf den es oben rausdrückt vor dem Maori Caves lustige Brücke Maruia Falls

In Nelson angekommen bin ich natürlich wieder ne Woche im Bug hängen geblieben. Es war wunderbar wie schon im Winter hier. Einen Tag haben wir nen Ausflug in die Golden Bay gemacht, den goldenen Sand und das Türkisblaue Meer sollte man schon gesehen haben. Die Bushwalks hier sind auch sehr nett.

Golden Bay(what the.. wo is der rest?)

 

10Februar
2014

Milford-Queenstown-Wanaka

Hallo zusammen,

nachdem das Kepler-Abenteuer beendet war, ging die Reise hoch in den Milford-Sound. Viele sagen, dass der Weg dahin eigentlich viel eindrucksvoller sein soll als der Sound an sich. Und sie hatten Recht. Wahnsinns-Kulisse durch die man hochfährt und angekommen in Milford sieht man die unglaubliche Fjord-Landschaft! Auf jedenfall ist der Trip die insg. 240km extra schon wert.

kleiner Gletscher mit Abflüssen Links von mir der MYstische Berg. Obwohl das nur ein Berg ist sieht er aus wie 2. Kea vorm Homer-Tunnel Kea at work. Fleissig Gummis am Auto rausreissen.   The Chasm - Wasser hat die Steine ausgehöhlt

Danach stand Queenstown auf dem Plan. Die Stadt ist das Ferien-Zentrum Neuseelands und zugleich DER Ort für alle möglichen Extremsportarten. Z.B. Skydive, Bungee, Shotover Jet, etc... Eben deswegen ist sie auch ziemlich teuer. Einfach weils Queenstown ist kostet alles in den Läden einfach einen Dollar mehr als anderswo. So fühlt sichs zumindest an. Viele Leute finden es hier wahnsinnig toll, weil die Stadt so klein ist aber trotzdem ein sehr ausgedehntes Shopping- und Restaurantangebot hat. Ich persönlich fand es einfach ein bisschen zu überlaufen, und mal ehrlich: In Konstanz siehts fast genau so aus. Stadt am See mit Bergen drumrum :)

In Wanaka angekommen fühlte sich das Stadtleben gleich anders an. Im  Prinzip die gleiche Kulisse wie in Queenstown - Stadt am See mit Bergen drumrum - aber vieeeeel ruhiger. Kein aufgeblähtes Stadtzentrum und die Leute kommen her weil sie ihre Ruhe haben wollen und nicht feiern, saufen und an ihre Grenzen gehen wollen. Schön wars, leider waren alle Hostels voll, weshalb ich dann am Abend weiter zum nächsten Campingplatz gefahren bin.

 bei Wanaka Queenstown Hafen Queenstown Ufer Queenstown Gardens Sehr seltsamer Baum Chinesisches Goldgräberdorf zw. Qnstwn und Wanaka - hier das Klo. Einfache Hütte Wasserfall bei Wanaka Willkommen an der Westcoast

So viel aus dieser Gegend, bald gibts mehr, bleiben Sie dran!

 

03Februar
2014

Über den Wolken...

...muss die Freiheit wohl grenzenlos sein! Bingo! Der Kepler Track, einer der 9 Great Walks of New Zealand, ist ein ca. 60km langer Wanderweg, den man in 3-4 Tagen abläuft. Da eine Nacht in einer Hütte auf dem Weg 54$ kostet, hab ich nur 2 Nächte gebucht. War aber auch so gut zu laufen. Mit dem Wetter hatten wir (ich und 49 andere Leute in der Hütte) richtig Glück. Normalerweise ist es sehr windig dort, aber wir hatten Sonne und nur eine sanfte Brise! Perfekt!

Obacht! Wolkenmeer mehr Meer oben auf dem Mt. Luxmore

Für interessierte: http://de.wikipedia.org/wiki/Kepler_Track

31Januar
2014

High Tide, Low Tide, Eiszeit!

So freunde der Nacht, ich hab wieder Internet und kann euch mit einem weiteren Bericht über die Südinsel beglücken. Nach Dunedin und der Otago Peninsula hieß es nun auf weiter gen Süden, genauer zu den Catlins. Diese Region ist bekannt für ihre oft rauhe Küste und die vielen Wasserfälle. Zu allererst hat mich mein travelguide aber zum Nugget Point Lighthouse geführt - Nugget Point deshalb, weil die Steine im Wasser wie Nuggets aussehen! Leider war das Wetter nicht das allerbeste, aber ich fands trotzdem immer noch schön. Was hier leider nicht zu sehen ist, sind die antarktischen Winde die an diesem Abend geweht haben. Und sie machen ihrem Namen alle Ehre: es war Saukalt, mitten im Sommer. Aber mit sowas muss man hier halt rechnen.

Nugget Point Die Nuggets Ungestörte Heimat für Robben Abendessen

Für die restlichen Sehenswürdigkeiten mit Ausnahme der Wasserfälle musste man immer auf die Gezeiten achten. Die meisten schönen Strände oder interessanten Höhlen sind nur bei Ebbe schön oder interessant, denn bei Flut sieht man sie nicht bzw sie sind gesperrt. Das war dann immer ein rechtes gerenne, bei Ebbe alles abklappern und bei Flut dann gemächlich zu den Wasserfällen weiter landeinwärts... aber hat sich gelohnt!

Cathedral Coves Beach - nur bei Ebbe Cathedral Coves -teils unterwasser bei Flut Ein Landgänger

Sogar einen  versteinerten Wald gibts hier. Leider sind die Baumstümpfe nicht mehr sehr hoch, weil innerhalb der letzten 30 Jahre sehr viele Touristen ein kleines Souvenir gratis mitgenommen haben, obwohl es gesetzlich verboten ist auch nur den  winzigsten Stein aus diesem Gebiet zu entfernen.

Petrified Forest Von Nah. Auch heimat der seltenen Gelbaugenpinguine Slope Point. Südlichster Punkt der Südinsel Küste am Slope Point

Zu guter letzt landet man in Bluff, dem Tor zur Stewart Island. Hier geht eine riesige Ankerkette ins Wasser, die auf Stewart Island wieder an Land kommt mit einem riesen Anker am Ende. Laut einer Maori Legende fuhr Maui mit seinem Kanu (Südinsel) und fing einen Fisch (Nordinsel). Stewart Island war sein Anker.

Gibts hier recht häufig - frisierte Wälder hängt wohl mit den starken Winden zusammen

26Januar
2014

Die erste, größte und reichste Stadt des Landes

Ja das war Dunedin (sprich: da-nie-dinn) alles einmal. Daneben beherbergt diese sehenswerte Stadt auch die erste Universität des Landes (Otago University) und ist Sitz der ersten täglich erscheinenden Zeitung des Landes. Auch die steilste Straße der Welt befindet sich hier (Steigung: 35%). Und natürlich das am zweitmeisten fotografierte Gebäude der südlichen Hemisphäre, der Bahnhof von Dunedin.

Willkommen in Dunedin Der Bahnhof Gerichtsgebäude Die Straße ist aus Beton da Asphalt mit der Zeit abrutschen würde... viel Spaß beim Rasenmähen...

Hört sich alles ziemlich abgefahrenan, ja und soviel ich sagen kann ist es das auch! Die Museen hier sind mit die modernsten in denen ich je gewesen bin (alles interaktiv und so). Da das Wetter nicht ganz so mitgespielt hat, habe ich allerdings weniger die Stadt erkundigt, sondern bin in den sonnigen Momenten zu den Sehenswürdigkeiten auf der Otago Peninsula gefahren.

Zum Beispiel zur Sandfly Bay. Man könnte denken "igitt, bestimmt alles voller lästiger Sandflys" aber nein... kein einziges Insekt hat mich hier belästigt. Vielmehr beruht der Name auf dem Sand, der vom Wind mit richtig schmackes über den Strand gefegt wird. Fühlt sich ein bisschen an wie kleine Nadelstiche auf der Haut. Aber absolut sehenswert:

am Eingangvon oben und nochmal  man sieht den Sand fliegen... ...das spürt man auch! Frau von heute trägt Papagei und läuft dem Strandpony hinterher Schön, gell?

Danach war eigentlich die einzige Festland-Albatrosskolonie der Welt dran, aber leider war da ein Zaun der nur mit ca. 39$ Eintritt überwunden werden konnte. Deswegen müssen die Albatrosse leider auf unbestimmte Zeit warten. Die Küste da war aber trotzdem spektakulär:

Dann kam eben der nicht mehr ganz so geheime Tunnel-Beach zum Zug. Tunnel-Beach fragt ihr euch? Genau. Ein Strand, der nur durch einen Tunnel erreicht werden kann. Ein reicher Bürger suchte vor einigen Jahrzehnten ein bisschen Ruhe von den mit Menschen überlaufenen Stränden, also ließ er sich kurzerhand einen Tunnel durch ein bisschen Sandstein zu einer einsamen Bucht graben und hatte so seinen eigenen Strand. Wer hat, der kann, sag ich nur:

von etwas weiter oben gesehen der Eingang...im Tunnel... große Steine in der kleinen Bucht kuckuck  der Tunnel beach von oben steile Treppe im Sandstein Der Zinken sieht ein bisschen aus wie ein Gesicht...

So viel aus Dunedin, jetzt gehts erstmal weiter in den Süden zu den Catlins.
Bis dann!

18Januar
2014

Schluss, aus, fertig!

So ihr lieben. Endlich ist es soweit! Es hat sich ausgetegelt: keine Puten mehr, kein Aufstehen um 05:15 Uhr morgens mehr - und leider auch keine witzigen, netten und hilfsbereiten Arbeitskollegen mehr. Ja klingt komisch, aber abgesehen davon, dass man sich eh an die Arbeit gewöhnt hat, waren meine Arbeitskollegen menschlich wirklich erste Klasse. Schön, dass es mir da nicht so wie vielen anderen ergangen ist, die 12h am Fließband stehen mussten und reden unerwünscht war. Es gab sogar kleine Abschiedsgeschenke für Tobi, Jule und mich. Und Weihnachtsgeschenke von Tegel für jeden Arbeitnehmer: Einen ganzen Truthahn und eine Tasche (!) voller Knabbereien!

Aber erstmal noch ein kleiner Rückblick ins Weihnachtsgeschehen: Von den ganzen Weihnachtsfeierlichkeiten habe ich ja zum großen Teil bereits berichtet. Nicht aber vom Weihnachtstag. Der 24.12. war hier ein ganz normaler Arbeitstag, denn in Neuseeland wird Weihnachten am 25. gefeiert. Als die Kollegen bei der Arbeit dann gefragt haben "ja was macht ihr denn dann morgen?" und wir geantwortet haben "naja wir feiern Weihnachten heute und der 25. ist ein recht normaler Feiertag" konnten die das fast gar nicht glauben. Scheinbar waren einige so entsetzt, dass uns Familie Walker spontan für den 25. zum Weihnachtsfrühstück einlud. Ganz nach dem Motto: Die armen Heimat- und Familienlosen Würstchen, die können wir doch nicht so stehen lassen. Das ist einfach typische Kiwi-Gastfreundlichkeit - ich glaube kaum, dass so etwas in Deutschland passiert wäre. Am nächsten Morgen führen wir dann zu den Walkers und uns wurde ein reichhaltiges Frühstück kredenzt. Als ob das nicht schon genug gewesen wäre, hat auch noch jeder von uns dreien ein Geschenk bekommen (hier ist es üblich die Geschenke am 25. nach dem Frühstück auszupacken). Wahnsinn, echt. Zum Glück hatten wir wenigstens einen Strauss Blumen dabei!

Dann gegen Mittag war es für Tobias und Julia Zeit Adieu zu sagen, denn sie haben zum 24. gekündigt um nochmal eine Woche in den Süden reisen zu können. Ich hab ja bis zum 9.1. weitergearbeitet. Als die Walkers das dann mitbekommen haben, dass ich quasi mutterseelenallein ganz verlassen zurückbleibe (so'n quatsch! :D), haben sie mich spontan eingeladen die Weihnachtstage bei ihnen im Haus zu verbringen. Wow, das hatte ich nicht erwartet! Aber trotzdem hab ich das Angebot dankend angenommen, war auch mal sehr nett hier typisch neuseeländische Weihnachtstage zu erleben.

Unser erster Weihnachtstruthahn! Lustiger Index im Hostel

Nachdem nun die letzten Tage bei Tegel zu Ende gegangen sind hieß es: Abschied nehmen von Christchurch und HALLO NEUSEELAND! :)

Zu allererst ging es an den Lake Tekapo - türkisblaues Wasser und die klarste Sternennacht der südlichen Hemisphäre. Wirklich atemberaubend wie viele Sterne man dort mit bloßem Auge sehen kann.Fotos davon hab ich keine, denn meine Kamera ist zu schlecht dafür - das würde den Tatsachen nicht entsprechen...

Church of the good shepherd Lake Tekapo ausm Wald Rechts Lake Tekapo - Links Lake Alexandrina... man beachte den Farbunterschied Vom Mt. John aus so blau...

Danach war der Aoraki - auch bekannt als Mt.Cook, NZ's höchster Berg - an der Reihe. Fantastische Landschaft und massive Gletscher, aber seht selbst:

Wolken hinterm Berg Denkmal für alle die im Gebirge hier umgekommen sind Denkmal aus der Ferne Gletscherfluss im Vordergrund Gletschersee Tasman Glacier Eisschollen im Wasser scheee Der Weg

Jetzt gerade bin ich im schönen Oamaru, direkt an der Küste. Hier gibts nämlich einen speziellen Touristenmagneten: Pinguine! Und dann auch noch gleich 2 verschiedene Arten, nämlich die "kleinen Blauen" und die seltensten Frackträger der Welt, die Gelbaugenpinguine.

schlafender Pingu noch so ein fauler... die Babys in der Höhle Auf der Insel dort ist ein kleines Pinguindorf mit Hüttchen und so Moeraki Boulders - kuriose Steine an der Küste Blick aufs Meer Kuckuck

Morgen gehts weiter nach Dunedin, es bleibt spannend :-)

15Dezember
2013

Das Ende ist nah!

So ist es. Noch ca. drei Wochen, dann hat der Puten-Wahnsinn ein Ende. Dann ist das Konto voll genug, um einige Wochen kreuz und quer durchs Land tingeln zu können :)

An den letzten Wochenenden  war fast immer etwas geboten. So fand hier in Christchurch  "Christmas in the Park" statt. D.h. Mitten im Stadtpark wird eine riesen Bühne aufgebaut, überall werden Lautsprecher aufgestellt und tausende von Menschen versammeln sich davor. Schön auf dem Platzdeckchen wird dann erstmal die Kühltasche ausgepackt und gut gespeist  bevor das Programm losgeht. In der ersten Hälfte singen lokale Stars klassische Weihnachtslieder (z.B. Let it snow - haha, diese Kiwis sind schon Scherzkekse) und in der zweiten Hälfte kamen dann Lieder die auch im Radio laufen. All das war dann auch noch kostenlos, sehr schön!

Menschenmeer Gegen Ende kamen riesen Lampions in Richtung Bühne dahergeschwebt

Aber was wäre Weihnachten denn ohne eine richtige Parade? Genau diese Frage müssen sich die Leute hier auch gestellt haben, denn es gab hier eine ca. 2 stündige Christmas-Parade. Das lässt sich ungefähr mit unseren Faschingsumzügen vergleichen, nur eben alles manches auf Weihnachten ausgelegt. Denn man fragt sich schon ab und zu, was denn dieser Wagen hier jetzt mit Weihnachten zu tun hat: Crocodile Dundee auf einem Krokodil sitzend; StormTroopers, Darth Vader und die Leibgarde des Imperators vorbeimarschierend, Barney Geröllheimer in seinem Steinzeitauto vorbeifahrend...  verrückt. Trotzdem sehr sehenswert! Es waren auch viele Vereinigungen von Bürgern mit ausländischen Wurzeln dabei, um kulturelle Sehenswürdigkeiten vorzuführen. Hier schwingen die immer eine Neuseeland-Fahne mit, was man schon als erfolgreiche Integration auffassen kann. Ob das bei uns auch so wäre ...?

Invasion! ... ...mit Darth Vader   Humpty Dumpty schönes Rad ..na wer erkennts? Integration am Bsp der Taiwanesischen Gemeinde in Chch. uuuh Drachen zum Schluss der Weihnachtsmann

Ja und zwischen all dem bleibt auch noch ein bisschen Zeit um am Pool aufm Campingplatz zu liegen oder auch Minigolfen zu gehen. Mir gefallen die Minigolfbahnen hier auch viel besser als in Deutschland, da diese hier oft ein Motto haben. Daheim sind das meistens einfach nur aneinandergereihte Betonbahnen. Mit Tobi und Jule war ich schon auf dem Piratenschiff und in der Burg.

Haha - in Führung! ..die musste verteidigt werden! nachm Minigolfen haben wir dann noch einen Geocache gesucht & gefunden.

Und da die beiden im November Geburtstag hatten, gab es auch mal wieder einen Grund in den Pub zum Billardspielen zu gehen. Da hab ich auch wieder was gelernt: Kiwis warten nicht einfach bis die Gruppe vorher nicht mehr spielen möchte bzw. fragen nicht einfach nach, ob sie die nächste Runde mal spielen könnten, nein, da setzt man jeder 2$ und battelt sich. Der Gewinner kriegt das Geld und den Tisch...

Zwischen all dem fand noch die Weihnachtsfeier von unserer Abteilung statt. Wer jetzt an Restaurant und brr kaltes Wetter denkt - liegt natürlich falsch. Es war knalle heiss und einer meiner Kollegen lud zu sich nach Hause ein. Abgemachte Startzeit war Samstag, 7.12. um 15:00Uhr. Da Tegel das (Hühnchen-)Fleisch zur Verfügung gestellt hat, lag es an uns anderen den Rest mitzubringen. Also hat Jule ein Muffin-Dreierlei gebacken und ich 2 Sorten Plätzchen. Ich glaube die kamen auch ganz gut an! Was jetzt ein bisschen kurios war: Wir 3 tugendhaften deutschen hatten schon mega den Stress weil wir eine ganze Stunde (!) zu spät gekommen sind - oje hoffentlich ist noch was zu essen da, wir sind bestimmt die letzten... Dort angekommen stand nur der Hausherr am Grill und sagte uns "geht doch rein, die anderen sind alle drin". Es stellte sich nur heraus, dass "die anderen" ein Mädel und seine eigene Frau waren. Was? 1 Stunde läuft die Feier schon und 1 Person ist da? Aha. Scheint wohl so üblich zu sein. Nach und nach sind dann die ein oder anderen eingetrudelt, die letzten kamen gegen 20:00h - lächerliche 5 min, ähh 5 Std. zu spät. Aber durch die ständig wechselnde Besetzung war es doch sehr kurzweilig und es war toll die Leute die man nur aus der Arbeit kennt auch mal privat zu sehen.

mit Julia und Lloyd Wir mit Kelope - dem Hausherrn. und nochmal Tobi und Jule mit Kelope und Tracey

Zum Schluss noch ein paar Bilder von den Port Hills, von denen man eine gute Sicht auf die Stadt und auf die Bucht von Lyttelton hat, sowie ein paar sonstige Bilder. 

Sonntagsfrühstück auf unserer Terrasse

So ich wünsche Euch allen schon jetzt Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch falls man sich nicht mehr liest! :)  

28Oktober
2013

Tag ein, Tag aus, ein Augenschmaus

Ja wirklich ist das nicht herrlich, immer wieder Tag für Tag leckere, tote Puten und Hünchen zu verarbeiten? Natürlich. Nicht. Aber: Sind ja nur noch 8 Wochen, oder 9  wer weiß... danach gehts erstmal ans Reisen, eeeeendlich! Aber erst Geld verdienen.

Immerhin kann man hier an den Wochenenden auch ganz nette Sachen machen und erleben, da Christchurch ja am Meer liegt gibts hier auch schöne Strände und kleine idyllische Ortschaften am Hang mit Meeresblick.

Sumner Beach Ein Teil der Häuser ist beim Erdbeben mit dem Hang abgerutscht... die anderen stehen leer. schade. Das Wasser dampft in der Hitze... rauhe Küste Die Jule und der Tobi mehr Meer Strand bei Lyttelton

Dieses Wochenende war ein langes Wochenende, da am Montag Tag der Arbeit war. Das haben wir auch gleich ausgenutzt und sind auf die Banks Peninsula nach Akaroa gefahren. Dieses kleine Örtchen war das einzige, das von französischen Siedlern gegründet wurde. Deshalb sind auch noch heute die meisten Strassen mit französischen Namen versehen und überall weht die blau-weiß-rote Tricolore. Nachdem wir uns erstmal erkundigt haben, was man hier auf der Halbinsel alles so machen kann, sind wir am Samstag dann auch gleich noch los auf die Onawe-Halbinsel - eine heilige Maoristätte. War ganz schön dort. Gegenüber war unser Holidaypark, direkt am Meer.

Steg in Akaroa Auf dem Weg nach Akaroa Super Landschaft Fischaugen-Optik-Kamera Den Wind sieht man leider nicht...   Onawe Käppi-Checker

Am nächsten Tag wollten wir den Pigeon Bay Walkway laufen, der ca. 5h an einer Bucht entlangführt. Dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass der Weg gesperrt war -   wegen Schafen. Na gut, dann sollte es eben der Mt. Herbert werden. Der Weg dorthin war sehr schön und auch etwas spannend: eine schmale Schotterstrasse direkt am  Berghang und dann kommt Gegenverkehr... aber wir leben noch :-)

Pigeon Bayalles Meins!3 Wetter Taft - und die Frisur hält. Auch bei Bäumen. Viele tote Bäume wirklich sehr viele kuckuck

Das sind sie so, die kleinen Ausflüchte aus dem Tegel-Alltag. Klein aber SCHÖN! :D

03Oktober
2013

Nach mir kräht kein Hahn mehr...

Tach auch,

Erfolg! Am Donnerstag den 19.09. sind wir in Christchurch (im weiteren Verlauf "Chch") ja angekommen und haben uns direkt losbeworben. Eine von den vielen Jobagenturen (hier: AWF) konnte mir dann auch Arbeit besorgen. Am Montag (30.09.) wurde ich in eine Gemüsefabrik geschickt und musste an einer Kisten-Waschanlage aushelfen. Das war noch langweiliger als es sich nicht ohnehin schon anhört. Aber: 7 Std. arbeit. Am Dienstag musste ich mit Tobi dann in einer Firma die Blech-Sachen herstellt Metallrohre unterschiedlichen Durchmessers in ein grosses Regal einsortieren. Das war ganz ok und man musste wenigstens auch ein bisschen denken.Am Mi&Do gabs nix für uns zu tun, dafür aber am Freitag. Zwei Container mit Kisten voller Bundaberg Gingerale und Limo. 14 kg pro Schachtel, das ging aufn Rücken. Aber wichtiger: Geld!

Da Tobi am Dienstag aber von Tegel angerufen wurde (Geflügelfabrik), er aber nicht verstanden hat was die Dame ihm auf den AB geredet hat, sind wir 3 kurzerhand nach der Arbeit (Metallrohre...) hingefahren. Wir dachten eigentlich dass sie nur einen Job für Tobi hätte, aber Monique war sehr nett und naja etwas hibbelig. Sie hat uns alle gleich mit in den Besprechungsraum geführt und uns erklärt was es hier denn zu tun gäbe und dass sie uns allen 3 Stellen in der Puten-Verarbeitung anbieten kann. Wir alle natürlich gleich: ja ja ja. Aber sie wollte erst, dass wir uns das ganze im Detail mal anschauen, da zu viele schon nach ein paar Tagen wieder gegangen sind. Dafür sind wir am Donnerstag um 07:00 Uhr nochmal hin um uns die Anlage von Sharon (Abteilungsleiterin) zeigen zu lassen. Sie war sehr nett, die Fabrik nicht so. Man hat uns alles gezeigt, vom Puten betäuben, töten, ausbluten, entfedern, ausnehmen bishin zum zerlegen. Lecker lecker da bekommen man doch gleich Appetit auf ein saftiges Putensteak...nicht!

Naja aber da wir das Geld brauchen und uns gedacht haben, dass man sich eh daran gewöhnt, haben wir zugesagt. Die Leute von Tegel fandens auch super und so wurden wir für Montag 30.09. um 09:00 Uhr rein bestellt um das Vertragliche zu regeln und dann an die Arbeit zu gehen.

Tja und so kam es auch, Vertrag unterschrieben und angefangen. Der Montag war auch noch nicht so wild, da mussten wir eigentlich nur Puten zerlegen. Also mit dem Messer halt das brauchbare Fleisch rausschneiden und die Knochen entfernen, auch liebevoll "boning" genannt.

Am Dienstag wars dann auch gleich nicht mehr ganz  so lecker. Ich war am Vormittag in der Feather Bay eingeteilt, also da wo das Geflügel entfedert und zum Ausnehmen vorbereitet wird. (Jetzt wirds ein bisschen eklig, álle die das nicht lesen möchten können ja bis zum nächsten Absatz weiterscrollen) Nun kamen also die entfederten Puten aufgehängt bei mir an. Jetzt besteht die Aufgabe darin, mit einer Art Bohrmaschine hinten am Po reinzubohren und den Darm ein Stück rauszuziehen. Dann mit nem Messer bis zum Brustbein aufschneiden, mit einer hydraulischen Zange den Hals am Ansatz durchbrechen und wegschneiden. Danach kommts zum Ausnehmen aber zum Glück muss ich das nicht machen. Is ja so schon eklig genug. Am Dienstag haben wir auch nen ganzen Apfel zum Mittag gegessen weil wir so viel Hunger hatten nach diesem Prozess hier. Das ganze geht aber nur ca. 3h sodass man nicht den ganzen Tag diesen Job machen muss. Danach ist es dann wieder besser mit verpacken oder zerlegen.

Jetzt nach 4 Tagen kann ich aber sagen, dass man sich schon langsam daran gewöhnt, ist viel weniger schlimm als am Anfang der Woche. Mein Vertrag geht der Einfachheit halber bis zum Ende meines Visums, was bedeutet, dass ich jetzt hier erstmal ne Weile arbeiten kann. Man hat uns gesagt, die Firma wäre ganz froh wenn wir bis Weihnachten bleiben könnten und danach ist es wurst ob wir gehen oder bleiben etc...

Und so siehts jetzt dann erstmal aus, bis Weihnachten werd ich wohl weiter lecker
Puten verarbeiten. Gutes Geld für eine Gute Reise danach! Sind ja noch 6 Monate übrig dann :-) Ab 13.10. haben wir dann 10 Tage auch ein Zimmer in nem Holiday Park für wenig Geld bekommen. Zur Zeit schlafe ich im Auto, ist aber auch nicht wild. Ist günstiger als im Hostel und man darf ja eh alle Einrichtungen in dem Holiday Park mitbenutzen, wie z.B. Küche, Kühlschrank, Waschraum, Wohnzimmer. Passt schon. Vielleicht findet sich ja aber noch ne Wohnung, sieht hier in Chch aber leider etwas schlecht aus...

So vielen Dank für die Aufmerksamkeit, man liest sich bald wieder. Aus ästhetischen Gründen lass ich Bilder mal weg, die kann ja jeder selber googeln wenn ihm /ihr danach ist.

21Sept
2013

Kuckuck ihr Räuber.

Hallo ihr lieben,

ja es hat mal wieder etwas länger gedauert. Also hättet ihr euch mal lieber ein Snickers geschnappt. Lachend

Die Arbeitssuche in Nelson war leider nicht von viel Erfolg gekrönt; es war grad einfach für nix Saison... die Gemüse und Obst Fabriken fangen erst Mitte Oktober an wieder Leute zu suchen, und die Fischfabriken sind im September fertig geworden. Also hab ich einfach die Zeit genossen und bin in Nelson u.a. an den Strand (sehr schön!) und mit einem Franzosen aus dem Hostel auf ne Tagestour in die naheliegenden Berge gefahren. War jetzt nicht über-spektakulär aber trotzdem ne nette Gegend. Auf nem Rugby-Spiel war ich auch, das ist hier der Nationalsport. Klingt spannend, isses aber nich unbedingt. Die liegen halt ziemlich lange auf nem Haufen und versuchen den Ball da rauszubekommen. Dann rennt mal wieder einer mit dem Ball und dann liegen wieder alle auf nem Haufen. Jej. Aber war ja auch die 2. Liga, vielleicht ist es in der 1. ja ein bisschen mit mehr Tempo verbunden.

Naja und dann, nachdem wir (Tobi, Jule & ich) nach stundenlangem Suchen im Internet auch nichtmal mehr Inserate für irgendwas gefunden haben, hieß es letzten Mittwoch Abschied nehmen von Nelson, dem Bug (bestes Hostel in der Gegend! www.thebug.co.nz) und den beiden Hosts Rachael und Richard. Die beiden haben sich wirklich um alles gekümmert und jedem Gast einen sehr angenehmen Aufenthalt beschert. Außerdem ist das Hostel verglichen mit denen in Christchurch wirklich preiswerter UND man bekommt mehr geboten. Die Leute waren super, viele waren sog. long-termer, d.h. man wohnt dort für längere Zeit und bekommt dafür eine günstigere wöchentliche Mietrate. Es hat sehr viel Spaß gemacht, neben endlosem gepuzzele und Scrabble spielen, haben engagierte Bewohner oder auch die Besitzer mal nen Spieleabend oder eine Quiznight veranstaltet. Es kam auch schonmal vor, dass eine Art Back-Wettkampf durchgeführt wurde. Jeden Tag ist ein anderer dran um was leckeres zu backen. Generell hat man sich einfach rundum wohl gefühlt, fast so wie zu Hause.

Auf dem Weg nach Chch lag Hanmer Springs, ein kleiner Ort mit Thermalquellen. Dort haben wir erstmal Halt gemacht und für 20$ Eintritt die HotPools genossen. Stinkt zwar ein bisschen nach Schwefel aber man gewöhnt sich dran. Am Donnerstag sind wir dann in Chch angekommen, kurz ins Hostel die Zimmer für den Abend buchen und dann direkt wieder los alle möglichen Job Agenturen abklappern. Das selbe Spiel am Freitag gleich nochmal. Was für ein Spaß. Juhu.

Jule hatte ziemlich Glück, denn sie hat für die nächste Woche einen Job in einer Kantine bekommen um Essen auszugeben. Tobi und mir wurde gesagt dass wir am Mo oder Di dann nen Anruf kriegen um in nem Lagerhaus oder halt auf ner Baustelle zu arbeiten. Da bin ich ja mal gespannt. Heute (Samstag) regnets natürlich, deswegen hab ich auch Zeit den Blog zu schreiben :)

Das Hostel war uns zu voll, von den 70 Betten war noch genau eines frei. Eine Nacht haben wir dann im Auto geschlafen, durften aber die Einrichtungen mitbenutzen. Bis freitag sind wir jetzt in einem Zimmer in einem Holiday Park untergekommen. Ist günstiger als ein Hostel aber trotzdem voll in Ordnung.

Soviel fürs erste hierzu. Der nächste Eintrag kommt schneller, versprochen! Spätestens dann wenns mit der Arbeit klappt.

Grüßle

Weg nach Hanmer Springs Blick vom Lewis Pass Tahunanui Beach Nelson Tahunanui Auf den Hügeln sieht man die Stadt Nelson von oben - Dun Mountain Trail Dun Mountain again und nochmal ein Bild von oben Rugbyspiel - alle liegen auf einem Haufen Tobi und ich im Warehouse Abschieds-Grillen im Bug Bild nach einer Quiz-Night im Hostel

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